Glühen von Metallen gehört im Bereich Metallbearbeitung zu den am häufigsten angewendeten Prozessen. Weichglühen als Verfahren beinhaltet das Anwärmen des Materials, sein Durchwärmen und anschließendes Abkühlen. Diese drei Phasen dienen zur Fertigung entsprechenden Werkstoffeigenschaften. Vollständiges Glühen ist ein Teilgebiet der Wärmebehandlung von Metallen und wird nach dem Standard der DIN 8580 durchgeführt. Im Verlauf des Glühprozesses werden Änderungen der Stoffeigenschaften hervorgebracht.

Glühen

Normalisierendes Stahlglühen ist ein komplexer Prozess, der in drei separaten Phasen verläuft:

Glühen hängt von Werkstoffeigenschaften ab

Es gibt verschiedene Glüharten, die man nach den durch den entsprechenden Glühprozess geforderten Werkstoffeigenschaften einteilen kann:

Welche Informationen enthalten die Glühfarben?

Bei Glühen von Metallen gibt es Unterschiede in der Färbung der bearbeiteten Werkstücke. Ob Weichglühen, vollständiges Glühen, normalisierendes Stahlglühen, Spannungsarmglühen oder das isotherme Glühen – sie weisen unterschiedliche Glühfarben auf. Diese wiederum bieten ein äußeres Merkmal dafür, wie die Temperatur eines erwärmten Werkstücks entsprechend beurteilt werden kann. Das kann helfen, wenn das Werkstück nicht im Ofen erhitzt werden kann (auf einer Baustelle beispielsweise):

Wofür setzt man Isothermes Glühen ein?

Reduktion der Härte und Spannungen sind die Hauptziele, weshalb man zu diesem Metallbearbeitungsverfahren greift. Das besondere Merkmal des Glühens von Metallen ist eine längere Dauer als bei sonstigen Wärmebehandlungen. Sehr hohe Temperatur ist ebenso für dieses Prozess bezeichnend. Die Wahl der entsprechenden Glühart ist unter anderem von den physikalischen und chemischen Eigenschaften des Werkstücks abhängig. Die Behandlungsart bestimmt außerdem die Temperaturbereiche sowie die Prozessdauer.

Das Glühen vermindert vor allem solche Defekte wie Versetzungen und verringert Spannungen im Material. Zum Glühen eignen sich in der Regel alle Guss- und Stahlarten. Zu beachten ist, dass rostfreie Stähle, mit Kohlenstoff-, Niob- oder Tantal-Gehalt von weniger als 0,04 Prozent nicht weichgeglüht werden dürfen. Der Grund: Sie verlieren sonst ihre Rostbeständigkeit.