FUNKENERODIEREN

UMFANGREICHE SERVICELEISTUNGEN AN SENKERODIERMASCHINEN UND DRAHTSCHNEIDEMASCHINEN.

EDM-Bearbeitung

Diese Art der Metallbearbeitung basiert auf der Ausnutzung des Phänomens der Elektroerosion, die die elektrische Entladung zwischen der Arbeitselektrode der Maschine und dem Werkstück begleitet. Das Verfahren wird auch kurz EDM genannt, was ein Akronym für Electrical Discharge Machining ist – wörtlich übersetzt bedeutet es: „funkenerosives Abtragen“ oder „elektroerosives Bearbeiten“. Es ist daher für alle Materialien mit einer spezifischen Leitfähigkeit von mehr als 10-2S/cm geeignet.

Funkenerodieren eignet sich besonders für schwer zerspanbare Werkstoffe, wie z. B. Sinterkarbide und gehärtete Werkzeugstähle, die sich aufgrund ihrer höheren Härte weniger gut bearbeiten lassen. Zu den Vorteilen der EDM-Technologie gehört auch die Möglichkeit, sehr komplexe Formen und eine hohe Genauigkeit zu erhalten. Das elektroerosive Bearbeiten wird auch erfolgreich zur Regeneration von Kunststoffbearbeitungswerkzeugen, z. B. Spritzgussformen, eingesetzt.

Die EDM-Bearbeitung wird in zwei Grundtypen unterteilt: Senkerodieren und Drahterodieren. Sie unterscheiden sich vor allem durch die Art der verwendeten Arbeitselektrode. Die Firma Sacher führt Aufträge aus, die den Einsatz beider EDM-Typen erfordern.

Senkerodieren

Bei dieser Art des elektroerosiven Bearbeitens taucht das Werkzeug, d. h. die Arbeitselektrode, in das Werkstück ein. Bei den von der Firma Sacher eingesetzten Maschinen – Mistubishi-Senkerodiermaschinen – handelt es sich um eine Graphitelektrode oder eine Kupferelektrode. Dank der Verwendung solcher technologisch fortschrittlichen Werkzeuge sind wir in der Lage, tiefe Bohrungen mit einem sehr kleinen Durchmesser in einer Vielzahl von Materialien durchzuführen: Gusseisen, Sintermetallen, Aluminium oder verschiedenen Stahlarten. Unsere Senkerodiermaschinen garantieren eine hohe Oberflächenqualität – auf dem Niveau von Ra 0,1 μm. Der Einsatz von Formelektroden hingegen ermöglicht die präzise Fertigung von Elementen mit komplizierten Formen, z. B. Guss- oder Spritzgussformen.

Drahterodieren

Bei den von Sacher angebotenen Maschinen für die zweite Art der EDM-Bearbeitung ist die Arbeitselektrode ein Draht mit einem Durchmesser von 0,1 bis 0,36 mm. Der Schneidvorgang beginnt entweder von einem vorgebohrten Startloch oder von der Kante des Werkstücks, dessen Höhe bei den von Sacher eingesetzten Maschinen bis zu 220 mm betragen kann.

Die Hauptvorteile dieser Variante der EDM-Technologie, die mit WEDM (engl. Wire Electrical Discharge Machining) abgekürzt wird, Wire Electrical Discharge Machining) abgekürzt wird, liegen in der Eliminierung von Schnittkräften auf das Werkstück, was bei der mechanischen Bearbeitung nicht möglich ist. Dadurch ist es möglich, sehr kleine Werkstücke zu fertigen, die durch die Einwirkung der vorgenannten Kräfte auf das Werkstück beschädigt werden könnten, z. B. beim Einsatz einer Fräsmaschine.

Gleichzeitig ist die WEDM-Technologie die präziseste Methode der Metallzerspanung, deren Genauigkeit sogar das Laserschneiden deutlich übertrifft, wodurch eine Oberflächenqualität auf dem Niveau von Ra ≤ 0,15 μm und Parallelität < 5 μm erreicht werden kann. Dies gilt auch für die Bearbeitung von Werkstoffen, die sich durch eine sehr hohe Härte auszeichnen. Daher wird diese Technologie erfolgreich zur Herstellung von Spezialwerkzeugen für verschiedene Zweige der Metallurgie, wie z.B. Zerspanung, Kunststoffbearbeitung oder Gießereiwesen, eingesetzt. Dank des Einsatzes moderner Maschinen, z. B. Mitsubishi Drahterodiermaschinen, ist die Firma Sacher in der Lage, Aufträge auszuführen, die eine hohe Präzision und Genauigkeit komplizierter Formen erfordern, die mit spanabhebender Bearbeitung nicht zu erreichen sind, wie z. B. scharfe Innenecken von Werkstücken.